Natur - Bergwelt - Thüringen - Ilmenau

Touren im Glocknergebiet


Oberwalder Hütte
Zwei Besuche, bei einem im Winterraum.
rechts: Die Hütte um 1920, zoomen mit Klick auf den rechten Link.

Oberwalder Hütte um 1920

Irgendwie muss man anreisen. Die Glocknerstraße im Frühjahr.


Für 'Schnitzelfresser' ist dieser Durchgang gesperrt. Wir kommen so aus dem Tunnel nach dem Parkhaus.

Großglockner mit Pallavicini-Rinne




Vor der Tour wird ein Schneeprofil den Teilnehmern erklärt, die dann selbst eines machen müssen.

Danach wurde die Tour für den nächsten Tag vorbereitet. Da die Wetteraussichten sehr trübe waren, erstellten wir eine Wegeskizze.
Diese Wegeskizze wurde dann auch benötigt und penibel umgesetzt.

In diesen Tagen im Mai gab es mehrere ungewollte und auch gefährliche Ereignisse.

Die Wegskizze musste bis kurz nach der Scharte zwischen Mittleren und Großen Bärenkopf umgesetzt werden. Eine Seilschaft die am nächsten Tag nachkam, fragte uns, wer denn hier im Zick-Zack unterwegs war.

Ziemlich starker Nebel begleitete uns bei der Tour zum Großen Wiesbachhorn.



Das Wetter war zwar besser, aber der Wind war so stark, dass ich auf dem Bauch liegend, rückwärts, mit zwei Eisgeräten, eines auf der einen Gratseite und eines auf der anderen Gratseite des Großen Wiesbachhorns (3564 m) absteigen musste.

Im Bild links ist der Grat links.
Ein gewaltiges Schneebrett am Gegenhang des Großen Wiesbachhorns riss einen Teilnehmer der anderen Seilschaft unserer Gruppe mit in die Tiefe. Er schwamm um sein Leben und blieb oben auf - unverletzt.
Es war an seinem Geburtstag.




An der Grubenschartenschachtel gab es eine Übernachtung.
Der Sturm rüttelte stark an der Biwakschachtel, die nicht mehr an allen Seilen fest verankert war. Ich und ein weiterer Teilnehmer machten dem Neuling aber Angst, indem wir laut darüber nachdachten, was wohl passieren würde, wenn die Schachtel aus der Verankerung gerissen wird und wir nur noch an einem Stahlseil über die Kante hingen.

Ja, er zog sich an und wollte in die Nacht hinaus → nur mit Mühe konnten wir ihn zurückhalten!

Der Fuscherkarkopf (3331 m) war über die Nordwand gleich zwei mal Ziel mit verschiebenen Seilpartnern.


Der 1. Aufstieg, hier kommen die 'Seilpartner' gleich an. Wegen der guten Bedingungen sind wir Seilfrei gestiegen. Es sollte die Eingehtour für die Pallavicini-Rinne am Großglockner sein.

Gipfelfoto mit Gruppe 1.

Gipfelfoto mit Gruppe 2.

Ich warte.

Beim Abstieg der 2. Gipfeltour zum Fuscherkarkopf wurde wie zur 1. Besteigung über die Nordwand abgefahren.
Diesmal ging es aber nicht so gut und ich kam mit den Steigeisen in den Firn und überschlug mich mehrfach.



Dadurch stürzte ich etwa 50 m in die Wand. Schlug zwischendurch auf und flog wieder hoch.
Die Orientierung verlor ich nicht, fand es sogar sehr interessant und konnte dann nach Landung zum Glück schnell bremsen.

Im Bild ist die Absturzstelle mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Den beiden anderen Seilpartnern gab ich dann eine Warnung, so dass sie nicht abfuhren.

Gipfelfoto auf dem Johannisberg (3453 m) mit zwei anderen Bergkamerden aus Österreich, denen ich mich anschloss.

rechts: Historische Aufnahme vom Johannisberg in 1925 (Hrsg.: Hans Schmithals)

Auf dem Hohen Riffl (3338 m)

Vor der Oberwalder Hütte (2973 m)

Blick von der Oberwalder-Hütte.


Auf dem Weg von der Rudolfshütte zum Glocknerplateau.
Ein Fazit:

Die Vorbereitungen für die Pallavicini-Rinne liefen immer sehr gut. Ich versprach meinem Seilpartner, dass wir es gemeinsam umsetzen. Deswegen schlug ich ein Angebot einer beteiligten Seilschaft aus, mitzukommen, weil es meinem Seilpartner nicht so gut ging. Später ging es dann wegen dem Wetter nicht.
Es hängt da also noch ein Sack.