Stationen von Günter Jung






Bilder oben:
Günter Jung am Falkenstein am 07. Oktober 1962
in der Route: Hangeltravers

Links:
Günter Jung mit Dr. Michael Krapp in der Hohen Tatra 1978





Günter im Himalaya.
Oben links: Gewaltiger Gletschertisch.
Oben: Island Peak (Imjatse, 6189 m), rechts im Bild der Cho Polu (6183 m). Günter war auf beiden Gipfeln.

Am 12. November 1999 gelang Olaf Rieck, Dieter Rülker, Markus Walter und Günter Jung die Besteigung über die Nordwand.

Links: Günter in der Nordwand des Cho Polu.





Oben links:
Günter am Cho Polu.
Oben:
Günter auf der Märchenwiese am Nanga Parbat (8125 m).

Links:
Verabschiedung von Günter durch mich am Bahnhof Ilmenau.



Es war die letzte Tour von Günter.
Nach dem Gipfelsieg ist Günter im Abstieg abgestürzt und ist seitdem vermisst.


Oben: Gedenkstein für Günter am Wachsenrasen am Rennsteig.

Die Gedenktafeln im Elbsandsteingebirge an der "Hohen Liebe" zu ehren der am Berg gebliebenen Kameraden.



Oben links, oben und unten die Gedenktafeln an der "Hohen Liebe".

Unten links:
Die Kletterwand in der Campussporthalle der TU Ilmenau erhielt zur Eröffnung den Namen "Günter Jung".





Neuer Gipfel im Himalaya mit Günters Namen

Batura Muztagh Expedition 2006
Markus Walther, Alpinclub Sachsen
Dr. Bruce Normand aus Lausanne/Schweiz
Aus dem Tagebuch vom 11.07.2006 des Alpinclub Sachsen:

Gleich zwei Erstbesteigungen auf einen Streich!

Mamu Sar 6096m

Wieder klingelt der Wecker bereits um 1.00 Uhr.
Die Beiden sind nun schon langsam daran gewöhnt und die Teamarbeit funktioniert recht gut. So schaffen sie es mit Frühstück und Rucksack packen nach 1,5 Stunden fertig zu sein. Anschließend geht es in nördliche Richtung hinauf über den Gletscher.

Der Weg ist recht beschwerlich und in der Morgendämmerung, als sich auch der obere Bereich langsam besser erkennen lässt, haben Markus und Bruce noch keine richtige Idee, wie sie den angepeilten Gipfel erreichen können. Da sie auf keinen Fall Lust haben ohne Gipfelerfolg zurück zukehren, wird kurzerhand die Richtung geändert und es geht etwas weiter westlich hinauf zu einem kleinen Gipfel ohne Namen, der als kecker Turm in der Scharte zwischen Sax Sar und dem benachbarten 6000er steht.

Die beiden stehen 8.00 Uhr auf dem höchsten Punkt, 5780m hoch, und blicken hinüber zu ihrem eigentlichen Ziel. Sollte sich der Aufstieg hier hoch nun doch doppelt gelohnt haben? Der Erfolg an diesem, wie Markus so schön sagte "Verlegenheitsgipfel"; brachte den beiden zumindest eine gute Aussicht und von hier oben ist nun doch noch eine Variante erkennbar, wie man das gesteckte Ziel erreichen kann. Es geht wieder ein Stück hinunter, bevor der Aufstieg fortgesetzt wird. Die gewählte Route ist wirklich anspruchsvoll und es muss viel geklettert werden. Einiges davon geht frei einiges muss mit Seilen versichert werden. Um genau zu sein sind es 7 Seillängen, die abgesichert werden. Zwei dieser Seillängen sind besonders anstrengend und zeitraubend, denn für diese brauchen die beiden jeweils 1 Stunde. Doch die Anstrengungen in 6000m Höhe werden belohnt. Um 14.30 Uhr erreicht das Team den 6096 m hohen Gipfel, der ebenfalls noch keinen Namen trägt.

Markus und Bruce taufen ihn zum Andenken an den 2004 am Nanga Parbat tödlich verunglückten Günter Jung auf "Mamu Sar", denn Günter wurde von den Einheimischen stets liebevoll mit "Mamu" angeredet, was soviel wie "älterer Onkel" bedeutet und in Pakistan eine sehr respektvolle Bezeichnung ist. Auf dem Gipfel ist zwar eine herrliche Aussicht, aber die angekündigte Wetteränderung macht sich durch stark aufkommenden Wind bemerkbar und damit ist an eine längere Rast nicht zu denken. Es geht wieder hinunter. An den schwierigen Stellen wird gesichert und andere Stellen frei geklettert. Es wird immer versucht die schnellste, aber auch möglichst sichere Variante zu wählen. Der Abstieg dauert den ganzen Nachmittag bis in den Abend hinein. Mit dem letzten Tageslicht erreichen die beiden das Lager.

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