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Wenn es soweit ist, dann ist es so gut wie zu spät. Aufgenommen wurde diese Wolke im August in der Brenta (Trentino) vom Campplatz an der Rifugio Brentei gegen 16:00 Uhr. Zu sehen ist eine Gewitterwolke (Cumulonimbus) wie man sie besser nicht sehen kann. So richtig für das Lehrbuch. Zehn Minuten danach krachte es nur so. Bei Gebirgsunternehmungen ist die Wetterbeobachtung sehr wichtig, aber nicht oft ist es so einfach wie hier. Und trotzdem konnten erfahrene Hochgebirgsgänger diese Wolke nicht definieren. Mißachtung oder nur als schönes Wolkenspiel abgestempelt. |
| Cumulonimbus (Cb): Gewitterwolke Wolke mit vertikalem Aufbau Sie sind eine Weiterentwicklung der Cumuluswolken und wachsen durch sämtliche Wolkenetagen. Sie reichen also vom tiefen Niveau bis in die höchsten Schichten und bilden mächtige aufgetürmte Wolkenmassen. Es ist auch nicht zu übersehen. Im obersten Teil, im Cirrusniveau, haben sie eine faserige Struktur und breiten sich in Form eines großen Federbusches oder eines Ambosses aus. Im Bild ist damit eine Sonderform dieses Wolkengattung zu sehen: Cumulonimbus incus (Amboß). Sie stellen die eigentlichen Gewitterwolken dar, die in ihrem oberen Teilen - bei voller Ausprägung auch in tieferen Schichten - vereist sind. Sie entwickeln sich nur bei labiler Schichtung und sehr kräftigen, ungleichmäßigen Vertikalbewegungen und bringen Gewitter, Starkregen, auch Graupel- und Hagelfälle. |
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Bei ungünstigen Wetterprognosen sollte man seine Route ohnehin
ändern. Wird man trotzdem von so'nem Ungetüm überrascht
(es kommt immer von dort, wo man nicht hinschaut oder hinschauen kann),
dann gilt:
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